Wenn in Windows datenrettung erforderlich ist, ist bereits das Kind ins Wasser gefallen. Außer der allgemeinen Datenwiederherstellung garantieren gleichermaßen Spezialfälle von Zeit zu Zeit für Wutausbrüche, beispielsweise die Photo-Wiederherstellung oder wenn der Benutzer die Outlook-PST reparieren möchte.
Für die grundsätzliche Neuerstellung von Informationen stellt Windows eigene Funktionen zur Verfügung, die teils automatisiert initialisiert werden oder die der User eigenhändig auf den Plan rufen muss. In der Regel tritt ein solcher Fall ein, wenn Windows nicht nach Vorschrift terminiert wurde. Das kann passieren, wenn kurzfristig der Strom ausfällt, oder wenn die Kiste sich aufgehängt hat. Auch diverse Programme verursachen vereinzelt einen PC-Bluescreen. Im übelsten Fall ist dies gleichbedeutend mit dem unwiederbringlichen Verlust der Daten. Mitunter reicht es, das Softwaresystem neu aufzurufen. Eine Vielzahl moderne Anwendungen sind mit einer Datenrettungs-Funktionalität ausgestattet. Diese führt dann dazu, dass das Programm versucht, die letzte, nicht ordnungsgemäß terminierte Session wieder herzustellen. Solche Recovery-Funktionen findet man beispielsweise in den Office-Anwendungen, aber auch in anderen Applikationen wie etwa dem Web-Browser Firefox. In Bezug auf das Betriebssystem selber genügt es oft, das Betriebssystem neu zu booten.
Etwas schwieriger ist im Unterschied dazu bereits die Photo Wiederherstellung. Ob diese im Fall der Fälle erfolgreich ist, hängt vornehmlich von der eingesetzten Software ab. Auch in diesem Fall legen moderne Anwendungen im Verlauf der Arbeit Temporär-Dateien an, mit deren Hilfe sich Bilder wiederherstellen lassen. Das betrifft sowohl die laufende Anwendungszeit, wo durch den Aufruf der Undo-Funktion eine voreingestellte Anzahl von Änderungen zurückgerufen werden kann. Es empfiehlt sich, vor dem Ändern eines Bildes eine Sicherheitskopie anzulegen und im Verlauf der Arbeit die Grafik unter anderen Namen abzuspeichern, etwa nach dem Muster Bild-Datum-Nummer, wie Betriebsfeier-20120225-001.jpg.
Beim Einsatz von Outlook kann es aus unterschiedlichen Gründen dazu kommen, dass die PST-Datei beschädigt ist. Outlook meldet in diesem Fall einen Fehler in der Datendatei Outlook.pst. Diese Datei sammelt alle wichtigen Anwenderdaten, also die E-Mails, Termine, Kontakte, Nachrichten, Aufgaben, Notizen und Journaleinträge. Entsprechend schmerzlich ist es denn auch, wenn die Software den Zugang zu dieser Datei nicht zulässt und mit einer Fehlermeldung belegt. Outlook 10 bietet in diesem Zusammenhang ein eigenes Reparatur-Tool an. Dieses Programm ScanPST.exe liegt im Office14-Verzeichnis und kann über Start/Ausführen manuell aufgerufen werden. Als nächstes geben Sie den Ort der PST-Datei an und weisen das Programm gegebenenfalls an, seine Tätigkeit zu loggen. Mit „Starten“ wird der Datentest durchgeführt. Vor der eigentlichen Fehlerbehebung sollten Sie eine Sicherheitskopie der alten PST-Datei anlegen lassen. Bedauerlicherweise ist die Instandsetzung nicht in jedem Fall von Erfolg gekrönt. Es empfiehlt sich insofern, auf Nummer Sicher zu gehen und die PST-Datei regelmäßig selbst zu speichern. Dazu reicht es aus es, wenn Sie die Datei in einen speziellen Ordner kopieren. Im Fall des Daten-GAUs spielen Sie die aktuellste Sicherungskopie einfach wieder zurück. Dadurch sind Sie zwar nicht auf dem aktuellen Stand der Dinge, aber zumindest sind nicht alle Daten verloren.